Gesetze Welders

Das Gesetz Welders

Allgemeines Gesetzbuch des Kaiserreiches Welder

Lizenzausgabe der Weldanisch-Kaiserlichen Institutuion für Gesetzgebung in Welen
Mit Genehmigung des Großintendanten Karl Unterreuther
Auflage 4 im Jahr 12 nAZ

§0 – Der Kaiser

§ 0.1 Der Kaiser ist die oberste und letzte Instanz in Welder

§ 0.1.1 Der Kaiser besitzt alle Rechte und alle Vollmachten

§ 0.1.2 Von der Inthronisierung an herrscht der Kaiser bis zu seinem Tode oder seiner Abdankung

§ 0.1.3 Wer den Kaiser angreift oder ihn ohne seine Erlaubnis berührt, wird mit dem Tode bestraft

§1 – Bürger

§1.1 Weldanischer Einwohner ist jeder, der sich in Welder
befindet und der entweder
– sich innerhalb eines Jahres länger als 6 Monate in Welder
aufhält, oder
– sich innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren an mehr als
zwei Tagen pro Jahr in Welder aufhält, oder
– wer in Welder geboren ist und noch nicht volljährig ist.

§1.2 Weldanischer Bürger ist, wer
– weldanischer Einwohner ist,
– den Treueschwur auf das Reich leistet gemäß §§2.1-2.3,
– volljährig ist im Sinne von §1.6,
– seiner Wehrpflicht nachgekommen ist oder eine Ersatzleistung
erbracht hat (näheres regelt das Wehrrecht) und
– regelmäßig seine Steuern gezahlt hat (näheres regelt das Steuerrecht).

§1.3 Weldanische Bürger, die einer oder mehrerer der unter 1.2 genannten Voraussetzungen nicht
entsprechen, können von der Judikative oder anwesenden Verwaltungsbeamten auf den Status des Einwohners zurückgestuft werden.

§1.4 Weldanische Einwohner, die wünschen den Bürgerstatus zu erlangen, können dies bei anwesenden Verwaltungsbeamten jederzeit beantragen. Hierzu können gegebenenfalls die nötigen Voraussetzungen eingefordert werden.

§1.5 Vogelfrei ist, wer durch ein entsprechendes Gerichtsurteil auf der Grundlage dieses Gesetzestextes dazu verurteilt wurde. Wer vogelfrei ist, verliert den Status des Bürgers und sämtliche Rechte als Einwohner. Es entbindet ihn nicht von den Pflichten.

§1.6 Volljährig ist, wer das 11. Lebensjahr vollendet hat.

§1.7 Wer vortäuscht, weldanischer Bürger zu sein, oder nachweislich trotz besserer Kenntnis den Eindruck aufrecht erhält, jemand anderes sei weldanischer Bürger, obwohl dieser es nicht ist, oder Materialien zur Verfügung stellt, um die Illusion zu erwecken, jemand sei weldanischer Bürger macht sich strafbar und verliert seine eigenen Bürgerrechte, falls er diesen Status hat.

§2 – Allgemeine Pflichten

§2.1 Jeder weldanische Bürger muss seine Treue gegenüber dem Kaiser und seinem Reich jährlich wiederholen.

§2.2 Ein weldanischer Einwohner wird nach Ablegen des Schwurs beim Erreichen der Volljährigkeit weldanischer Bürger des Kaiserreiches, mit allen Pflichten und
Rechten.

§2.3 Die folgende Formulierung muss beim Schwur lautausgesprochen werden:

„Ich bin ….. aus …… und schwöre hiermit feierlich, dass ich dem Kaiserreich als Bürger diene. Niemals werde ich eine Waffe gegen den Kaiser oder seine
Untergebenen erheben. Ich werde die mir auferlegte Steuerlast immer pünktlich und vollständig bezahlen. Mit allem was ich tue oder schaffe trage ich zum Wohle des Kaiserreiches bei. Wenn ich gegen das Kaiserreich agiere, verliere ich meine Bürgerrechte und gelte als vogelfrei. All dies schwöre ich, so wahr mir ….. helfe.“

wobei zuletzt die Gottheit des Schwörenden
einzusetzen ist. Glaubt der Schwörende an keine Gottheit, so ist die Formulierung „meinem Gewissen
entsprechend“ zu benutzen.

§2.4 Jeder weldanische Bürger ist dazu verpflichtet, die ihm auferlegte Steuerlast pünktlich und in Gänze zu bezahlen. Näheres regelt das Steuerrecht.

§2.5 Mit Vollenden des 12. Lebensjahres hat sich jeder zum Mann gereifte Junge bei der nächsten Kaserne des kaiserlichen Arms zu melden um seine einjährige
Wehrpflicht abzuleisten. Näheres regelt das Wehrrecht.

§3 – Öffentliche Ordnung

§3.1 Jeder weldanische Bürger hat das Anrecht auf Unversehrtheit.

§3.2 Weldanische Einwohner haben das Recht, einen Bürgen zu berufen. Dieser muss selbst weldanischer Bürger sein. Durch die Bürgschaft erhält der Einwohner
Bürgerrechte, solange der Bürge die Bürgschaft nicht zurückzieht.

§3.3 Nichtweldanische Einwohner haben die Rechte, die Ihnen durch den von Ihnen mitgeführten Pass von dem
ausstellenden Land ausgelobt wurden. Im Zweifelsfall werden diese denen eines Bürgers gleichgestellt.

§3.4 Wer einen weldanischen Bürger tätlich angreift oder den Angriff auf einen weldanischen Bürger durch Untätigkeit geschehen lässt oder einen weldanischen
Bürger vergiftet oder gegen seinen Willen verzaubert, verwünscht, verflucht oder durch göttliches Einwirken benachteiligt, macht sich strafbar. Der Versuch ist ebenfalls strafbar.

§3.5 Wer weldanischer Bürger ist und einen weldanischen Einwohner mit Tötungsabsicht angreift, verzaubert,
vergiftet, verflucht, verwünscht, verhext oder durch göttliches Einwirken krepieren lässt, macht sich strafbar.

§3.6 Wer sich das Eigentum eines weldanischen Bürgers widerrechtlich aneignet oder jemand anderem dabei
hilft, sich des Eigentums eines weldanischen Bürgers widerrechtlich anzueignen, macht sich strafbar. Der
Versuch ist ebenfalls strafbar.

§3.7 Wer einem weldanischen Bürger wissentlich falsche Informationen gibt um sich oder einer dritten Partei einen Vorteil zum Nachteil des jeweiligen Bürgers zu
verschaffen, macht sich strafbar. Der Versuch ist ebenfalls strafbar.

§3.8 Wer Dokumente, Insignien, Münzen,Schuldverschreibungen, Ausweispapiere, Steuernachweise, Reichsabzeichen einschließlich Wappenröcken, Medaillen, Flaggen oder Stempeln nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte in Umlauf bringt, macht sich strafbar.

§3.9 Wer einen weldanischen Bürger in seiner Religionsausübung stört oder beeinträchtigt oder ersucht, einen weldanischen Bürger in seiner
Religionsausübung zu stören oder zu beeinträchtigen oder durch Tätigkeit oder Untätigkeit einen anderen
dabei unterstützt, einen weldanischen Bürger in seiner Religionsausübung zu stören oder zu beeinträchtigen, macht sich strafbar.
§3.10 Wer einen weldanischen Bürger in seiner Ehre verletzt oder beabsichtigt, einen weldanischen Bürger in seiner Ehre zu verletzen, macht sich strafbar. Anstelle
eines Gerichtstermins darf der Geschädigte dabei allerdings auch Genugtuung verlangen.

§3.11 Wer einen weldanischen Bürger gegen seinen Willen festhält oder verschleppt oder versucht, einen weldanischen Bürger festzuhalten oder zu verschleppen macht sich dadurch strafbar.

§3.12 Wer einen weldanischen Bürger durch Androhung von Gewalt oder gesellschaftlichen Nachteilen versucht
dazu zu zwingen, bestimmte Handlungen durchzuführen oder bestimmte Handlungen zu unterlassen, macht sich strafbar. Ein besonders schwerer Fall liegt vor, wenn es
sich bei den Handlungen, die der Geschädigte durchführen sollte um Straftaten oder bei den Handlungen, die der Geschädigte unterlassen sollte um
Pflichten handelt.

§3.13 Wer Mitglieder der Exekutive, Judikative, Legislative, Administrative, des Kleruses, des Stabes der magischen Akademie zu Welen, des Zollwesens,
Grenzwesens, Steuerwesens, Münzwesens, Militärwesens und / oder die Mitglieder des kaiserlichen Latrinendienstes in der Ausübung ihrer Tätigkeit behindert, einschränkt, beleidigt, angreift, besticht, ermordet, belügt, verzaubert, verflucht, verwünscht,
verhext, vergiftet, verwirrt, in die Irre führt oder durch Aufforderung zum Geschlechtsverkehr oder ohne
Aufforderung zum Geschlechtsverkehr belästigt oder dies versucht, macht sich strafbar.

§3.14 Wer eine der unter 3.13 genannten Tätigkeiten während der gewerkschaftlich vereinbarten Pausen eines Mitglieds der Exekutive, Judikative, Legislative,
Administrative, des Kleruses, des Stabes der magischen Akademie zu Welen, des Zollwesens, Grenzwesens, Steuerwesens, Münzwesens, Militärwesens und / oder die Mitglieder des kaiserlichen Latrinendienstes durchführt, wird mit kaiserlichem Latrinendienst nicht unter 10 Jahren bestraft.

§3.15 Wer den Besitz eines weldanischen Bürgers vorsätzlich und ohne Einverständnis beschädigt, zerstört, schlägt, tritt, zerkaut, beschmutzt, besudelt,
benetzt, versteckt, unerreichbar macht, für dessen üblichen Verwendungszweck unbrauchbar macht, betritt, betatscht oder zum Beischlaf benutzt oder dies
versucht, macht sich strafbar.
§3.16 Wer unnatürlichen Beischlaf hält, das heißt, mit Tieren, Bäumen, Werkzeugen, Zauberstäben, verarbeiteten Rohstoffen, unverarbeiteten Rohstoffen, Kleidung, Bierkrügen oder den kaiserlichen
Latrinendienstbeauftragten während ihrer Dienstzeit Unzucht treibt oder dies versucht, macht sich strafbar.

§3.17 Wer jemand anderen zum Begehen einer Straftat auffordert oder Geld oder Dienstleitungen anbietet für
das Begehen einer Straftat, macht sich ebenfalls strafbar.

§3.18 Wer öffentlich sich oder andere vollständig entblößt oder Bildnisse von sich oder anderen vollständig entblößt weitergibt, wer außerhalb eines medizinisches Theaters seine Geschlechtsorgane anderen zeigt oder
zur Inspektion zur Verfügung stellt oder die Geschlechtsorgane Dritter darstellt, handelt gegen die guten Sitten und macht sich strafbar.

§3.19 Wer im Besitz von verbotenen Stoffen, verbotener Literatur, verbotenen Zauberutensilien, verbotenen Waffen oder anderweitig Verbotenem ist, macht sich
strafbar.

§3.20 Wer eine der in §3.19 genannten Utensilien aus einem fremden Land nach Welder bringt, macht sich strafbar.

§3.21 Wer Schriftstücke veröffentlicht ohne vorher die Genehmigung der dministrative des jeweiligen Verwaltungsbereichs einzuholen, macht sich strafbar.

§4 – Allgemeine Bürgerrechte

§4.1 Weldanische Bürger haben das Recht auf Schutzdurch die exekutiven Kräfte des Kaiserreiches vor
– Fremdländische Aggressoren
– Personen, die gegen die öffentliche Ordnung im Sinne des §3 verstoßen und
– sonstige dunkle und nicht näher bestimmbare feindliche Einflüsse.

§4.2 Weldanische Bürger haben das Recht auf kostenlose Beratung durch einen Beamten in Rechtsfragen.

§4.3 Weldanische Bürger haben das Recht auf Schlichtung im Streitfalle durch die Judikative.

§4.4 Wenn ein weldanischer Bürger sich niederlässt an einem bestimmten Orte und es niemanden störe, oder es keine älteren Ansprüche verhindern, darf er sich als
Besitzer dieses Stück Landes ansehen.
§4.4.1. Mit Anmeldung beim nächsten Beamten des Katasteramtes des betroffenen Verwaltungsbereichs (weltlich) und Verlegen der Grenzsteine ist eine
Besitzurkunde auszustellen.

§4.4.2. Werden Grenzsteine in ein bereits genommenes Land verlegt, so ist der neuere Anspruch nichtig. Dies muss von dem Landbesitzer durch die Besitzurkunde
nachgewiesen werden.

§4.4.3. Ein Landbesitzer ist berechtigt zum Schutze seines Besitzes vor von der Gewalt und der Waffengewalt Gebrauch zu machen.

§4.5 Ein weldanischer Bürger hat das Recht, sich selbst und seinen Besitz gegenüber
– Fremdländische Aggressoren
– Personen, die gegen die öffentliche Ordnung im Sinne des §3
verstoßen und
– sonstige dunkle und nicht näher bestimmbare feindliche Einflüsse
zu verteidigen, notfalls mit Waffengewalt. Dabei muss die Härte und Stärke der Abwehr in einem Maße liegen, das durch den Angriff bestimmt ist. Dies wird im Zweifelsfall von der Judikative bewertet.

§4.6 Wird der Besitz eines weldanischen Bürgers beschädigt, so darf er auf Wiedergutmachung bestehen

§5 – Namensrecht

§5.1 Ein Kind hat das Recht, den Namen des Vaters zu tragen.

§5.2 Ein Vater hat ein Kind, das sein eigenes ist, als das seine anzuerkennen.

§5.3 Einem Mann ist es erlaubt, ein fremdes Kind, dessen Vater verstorben ist, als das seine anzuerkennen. Ist die
Mutter noch am Leben, so kann sie sich gegen den neuen Vater gegenüber eines Beamten aussprechen, der Fall wird dann von der Judikative geprüft. Das fremde Kind darf daraufhin den Namen des neuen
Vaters annehmen.

§5.4 Im Falle eines Todes des Vaters, geht all sein weltlicher Besitz an den ältesten Sohn. Sofern nicht anders bestimmt.

§5.4.1. Ist kein Sohn in des Vaters Nachkommenschaft, so geht sein weltlicher Besitz an die älteste Tochter.

§5.4.2. Im Falle eines Todes des kinderlosen Vaters geht der gesamte weltliche Besitz an die Reichskasse.

§6 – Einem Geschäft nachgehen

§6.1 Jedem weldanischen Bürger ist es erlaubt, Geschäfte zu treiben, andere anzustellen, Dienstleistungen azubieten und Erzeugnisse aller Art zu verkaufen.

§6.2 Übt ein weldanischer Bürger regelmäßig eine unter §6.1 fallende Tätigkeit aus, so hat er dies dem Registrar
der zuständigen weltlichen
Verwaltungseinheit zu melden.

§6.3 Nimmt ein Geschäftetreiber für seine unter §6.1 fallenden Tätigkeiten deutlich mehr Entgelt als dies andere Geschäftstreibende bei gleicher Tätigkeit und Qualität tun, so betreibt er Wucher und ist damit strafbar.

§6.4 Ein Handel um Waren oder Dienstleistungen gilt als beschlossen, wenn er mit einem Schwur oder einem
Kontrakt besiegelt wurde.

§6.4.1. Im Falle des Schwurs müssen die Handelspartner mindestens zwei Zeugen benennen. Als Zeuge kann jeder weldanische Bürger dienen.

§6.4.2. Im Falle des Kontraktes muss dies durch einen beliebigen weldanischen Beamten bezeugt werden.

§6.5 Ein jeder gewinnbringende Handel von Waren oder Dienstleistungen ist der Steuerpflicht unterworfen.

§6.6 Ein Geschäftetreibender im Sinne des §6.1 hat einen Nachweis über alle Handel, deren Umsätze und Gewinne zu führen und dem zuständigen Steuerbeamten des betroffenen weltlichen Verwaltungsbereiches auf Verlangen vorzulegen.
§6.7 Hat ein Geschäftetreibender im Sinne des §6.1 Verpflichtungen anderen Geschäftetreibenden gegenüber, die noch nicht bedient wurden oder regelmäßige Verpflichtungen anderen Geschäftetreibenden gegenüber, deren regelmäßige Zahlungen er zum vereinbarten Termin noch nicht leisten konnte und es abzusehen ist, dass er die
betreffende Verpflichtung innerhalb einer Kulanzzeit von einem Mond nicht leisten kann, so wird sein Geschäftsbetrieb vom zuständigen Steuerbeamten oder der Leitung des Verwaltungsbereiches auf Antrag der Gläubiger oder des Schuldners geschlossen. Seine Habseligkeiten werden dabei gesichtet und für die Bedienung der offenen Verbindlichkeiten veräußert.
Reichen diese nicht aus, so muss der Geschäftetreiber sich so lange für den kaiserlichen Arm verpflichten, bis
mit dem Sold alle offenen Posten beglichen werden konnten. Aufsicht darüber hat der zuständige Steuerbeamte.

§6.8 Gerichtsstand eines eschäftetreibenden ist sein Wohnsitz oder, bei permanenter Niederlassung einer Unternehmung, deren Ort.

§6.9 Zwischen den Untergebenen und dem
Geschäftsführenden besteht ein Kontraktverhältnis, das ähnlich wie der Handel durch einen Kontrakt oder einem
Schwur besiegelt wird und dessen Grundlage aus dem Austausch von Arbeitsleistung und Geld besteht.

§6.9.1. Ebenso wie jeder Handel muss auch eine Liste geführt werden mit allen Untergebenen und deren
Löhnen.

§6.10 Dem Steuerbeamten oder der Verwaltungsleitung des zuständigen Verwaltungsbereiches ist es erlaubt eine
Unternehmung zu schließen oder weitere Handel im Sinne des §6.1 zu untersagen, falls
– der Geschäftetreiber zahlungsunfähig ist, und / oder
– das Geschäft von Administrative und Judikative als sittenwidrig festgestellt wurde, und / oder
– das Geschäft das Umfeld schädigt.

§6.11 Wird ein Geschäft entgegen der Zustimmung des Geschäftsführenden geschlossen, so mögen seine geschäftlichen Einrichtungen und restlichen Erzeugnisse konfisziert werden und der Reichskasse
zugeführt werden.

§6.11.1. Ein sesshaftes Geschäft gilt als geschlossen,sobald
– die entsprechende öffentliche Bekanntmachung an den Geschäftsräumen angebracht wurde,
– das Register des jeweiligen Verwaltungsbereiches
entsprechend abgeändert wurde und
– der Geschäftsführende vor Zeugen über die Schließung unterrichtet wurde.

§6.11.2. Ein wanderndes Geschäft gilt als geschlossen,sobald

– die Bekanntmachung laut vor dem Geschäftsführenden
verlesen wurde und
– das Register des jeweiligen Verwaltungsbereiches oder der
jeweiligen Verwaltungsbereiche abgeändert wurde.

§6.11.3. Melden sich bis zur endgültigen Abwicklung der Geschäftsschließung nicht sämtliche Gläubiger, so ist der eventuell erbrachte Überschuss der Reichskasse
zuzuführen.

§6.11.4. Stirbt der Geschäftsführende ohne sein Geschäft in andere Hände übergeben zu haben, fällt sein Geschäft der Reichskasse zu oder wird geschlossen.

§7 – Schwüre und Kontrakte

§7.1 Ein Schwur gilt als bindend, wenn er laut ausgesprochen wurde.

§7.2 Wenn ein Schwur schriftlich festgehalten wird, wandelt sich dieser in einen Kontrakt. Diese sind ebenfalls bindend.

§7.3 Wer einen Schwur leistet oder einen Kontrakt unterzeichnet und die versprochenen Handlungen vorsätzlich nicht durchführt, gilt als Schwur- oder
Kontraktbrecher. Nicht als vorsätzlich gilt, wenn der Schwörende auf die Umstände, die zur Verhinderung der Ausführung der geschworenen Handlungen führen, keinen Einfluss hatte.

§7.3.1. Ein Schwurbruch wird strafrechtlich verfolgt.

§7.3.2. Ein Kontraktbruch wird strafrechtlich verfolgt.
§7.4 Stirbt eine Partei, so geht der ehemals geleistete Schwur oder der abgeschlossene Kontrakt auf die Erbengemeinschaft über. Gibt es keine Erben, so ist der
Schwur bzw. der Kontrakt als nichtig anzusehen, so nicht anders festgelegt.

§8 – Religion

§8.1 Als schützende und anbetungswürdige Reichsgötter sind Par, Lea und Tar anzusehen

§8.2 Jeder darf in Welder eine beliebige Religion ausüben, solange die Ausübung dieser Religion nicht gegen die öffentliche Ordnung im Sinne des §3 verstößt oder
andere Gesetze dieses Gesetzbuches verletzt.

§8.3 Wer einen weldanischen Bürger in seiner Religionsausübung stört, macht sich strafbar.

§8.4 Wer die Totenruhe stört, macht sich strafbar. Dies gilt im besonders schweren Falle bei Nekromantie, Leichenfledderei, Grabraub, Grabschändung und
Nekrophilie.

§9 – Wehrrecht

§9.1 Der kaiserliche Arm ist das Ausführende Organ des Kaisers und allen anderen militärischen Einheiten vorgesetzt.

§9.2 Dem kaiserlichen Arm sind, während einer eingreifenden Tätigkeit, sofort und offiziell alle Vollmachten zu übergeben die er verlangt, wenn dieser eintrifft. Ausgenommen hiervon sind Direktoren und Intendanten, die mit dem kaiserlichen Arm kooperieren werden.

§9.3 Dem kaiserlichen Arm müssen Unterkunft und Versorgung von der örtlich höchsten Autorität zugesichert und bereitgestellt werden

§9.4 Soldaten dürfen sich nicht unerlaubt von ihrer Truppe entfernen. Bei Zuwiderhandlung entscheidet die höchste
Autorität über die schwere der Schuld und dem Maß der Strafe.
§9.5 Jeder weldanische Bürger hat mit Vollendung des 12. Lebensjahres eine einjährige Wehrpflicht oder eine
Ersatzleistung abzuleisten. Dies gilt auch für weldanische Einwohner, die erst später zu weldanischen Bürgern werden. Als Ersatzleistungen anerkannt sind
– Verdienste ums Reich, insbesondere
+ Gefahrenabwehr,
+ Verteidigung von Dorfgemeinschaften,
+ wissenschaftliche Errungenschaften und / oder
+ gesellschaftliche Anerkennungen.
Diese müssen von der Administrative geprüft werden.
– die Zahlung von 38 Silbern
Inhaber von Adelsbriefen sind von der Wehrpflicht befreit.

§9.6 Der Stadtbüttel sorgt für öffentliche Ordnung in den Städten Welders. Die Befugnisse enden an den Grenzsteinen der jeweiligen Stadt.

§9.7 Der Stadtbüttel ist dem Befehl des höchsten ansässigen Beamten, eines hochgeborenen weldanischen Bürgers oder deren Bevollmächtigten unterstellt.

§9.8 Jede Stadt hat dafür zu sorgen, dass die Wachhäuser ihre Sollstärke halten können und dass neue Büttel angeworben werden.

§9.9 Mit der entsprechenden Vollmacht oder unter Leitung eines Beamten darf der Stadtbüttel auch außerhalb einer Stadt eingesetzt werden.

§9.10 Der Stadtbüttel ist dazu berechtigt jeden fest zu nehmen, der gegen die öffentliche Ordnung verstößt. Hierbei darf dem Festgenommenen bei Bedarf Eisen
angelegt werden.
§9.10.1. Der Festgenommene bleibt festgesetzt bis ein Mitglied der Judikative oder gegebenenfalls der Administrative über den Fall entscheidet.

§9.11 Jeder kann der Fremdenlegion beitreten, gleich welcher Herkunft oder Vergangenheit.

§9.12 Weldanische Bürger, die in die Fremdenlegion eingegliedert werden, verlieren ihre Bürgerrechte.

§9.13 Die Fremdenlegion dient als Unterstützung des kaiserlichen Arms.

§9.14 Der Sold bei der Fremdenlegion ist festgesetzt auf 2 Kupferstücke pro Tag. Dem Kommandanten ist es freigestellt, einmalige Soldzuschläge zu zahlen. Dies gilt nicht als Verpflichtung zu weiteren Zahlungen.
§9.15 Ist die Dienstzeit in der Legion limitiert auferlegt, so ist sie zur Gänze abzuleisten. Auszeiten sind vom örtlichen
Kommandanten zu genehmigen und werden, wie auch Auszeiten durch Verletzungen, auf die Dienstzeit wieder
aufgerechnet.

§9.16 Legionäre dürfen sich nicht unerlaubt von ihrer Truppe entfernen. Bei Zuwiderhandlung entscheidet die höchste Autorität über die schwere der Schuld und dem Maß der Strafe.

§9.17 Fällt ein Offizier der Fremdenlegion im Kampf, so ist es erlaubt, dass ein Mannschaftsdienstgrad dessen Waffenrock und Rang übernimmt, um die Befehlskette
und die Ordnung aufrecht zu erhalten. Diese Vorgehensweise ist nur gestattet, wenn der Kaiser den Krieg ausgerufen hat

§10 – Strafrecht allgemein

§10.1 Weldanische Bürger und jede Seele, die sich im Kaiserreich aufhält, fallen unter die weldanische Gerichtsbarkeit.

§10.1.1. Generell ist das weldanische Strafrecht erst anzuwenden, wenn der Täter die Volljährigkeit erreicht hat.

§10.1.2. Seelische Störungen, ob bewiesen oder nicht, sind bei der Straffindung nicht zu beachten.

§10.1.3. Scheitert der Verbrecher an der Verübung einerTat, so soll er dennoch angeklagt werden, als wäre
sie geglückt.

§10.1.4. Vor dem weldanischen Gesetz sind alle weldanischen Bürger gleich.

§10.1.5. Begeht ein weldanischer Bürger ein Verbrechen auf fremdem Boden, so ist die fremdländische Administration für die Bestrafung zuständig, so der Verbrecher nicht ausgeliefert wird.

§10.2 Die Richter sind in der Wahl des Strafmaßes frei. Das verhängte Urteil ist stets bindend.

§10.3 Wird ein Verbrechen auf weldanischen Boden in fremdländischen Gebiet verübt, weldanische Schiffe sind eingeschlossen, so gilt das weldanische Recht

§10.4 Auf weldanischen Schiffen darf das Recht auch vom Kommandierenden gesprochen werden, sofern kein befugter Beamter an Bord ist.

§10.5 Wurde die Tat entgegen Fremdländischer Gesetze verübt, so sei es erlaubt den Verbrecher an die fremdländische Administration auszuliefern.

§10.6 Ein Verurteilter kann anstelle des genannten Strafmaßes sich entscheiden, eine entsprechende Zeit in der Fremdenlegion zu dienen. Sollte er für den
Wehrdienst untauglich sein, greift das ursprüngliche Urteil.

§10.7 Wird ein Verbrechen durch einen weldanischen Bürger nicht verhindert, so er doch die Möglichkeit hatte, macht er sich desselben Verbrechens schuldig.
Dieser Regelung greift auch bei angekündigten Straftaten.

§10.8 Wird ein Verbrechen im Auftrag eines anderen verübt, so sollen alle an der Tat Beteiligten bestraft werden. Von dieser Regel sind die Opfer der Tat ausgenommen.

§11 – Freiheitsstrafen

§11.1 Die Länge der verhängten Freiheitsstrafen wird vom Urteilenden festgelegt.

§11.2 Bei Verbrechen, die sich nicht gegen das Reich gerichtet haben und dem Reich nur marginalen Schaden verursacht haben, beträgt die Dauer einer Freiheitsstrafe mindestens einen Tag und längstens 20
Jahre.

§11.3 Bei Verbrechen gegen das Reich, den Kaiser, den Arm, die Administrative, die Judikative, die Exekutive, die Legislative und des kaiserlichen Latrinendienstes,insbesondere bei der Ausübung des Dienstes, beträgt die Freiheitsstrafe mindestens 10 Jahre.

§11.4 Freiheitsstrafen können durch Milde, auch während der Vollstreckung, verkürzt werden.

§12 – Vermögensstrafen

§12.1 Vermögensstrafen können in einem oder nach und nach in Teilen, bis hin zur Gänze, geleistet werden

§12.2 Kann der Verurteilte die Vermögensstrafe nicht ableisten so ist das Urteil in eine Freiheitsstrafe umzuwandeln.

§12.3 Der Verurteilte kann bei Gericht beantragen, die Vermögensstrafe aufzuschieben. Darüber entscheidet die Judikative.

§13 – Nebenstrafen

§13.1 Der Verurteilte kann dazu angehalten werden, eine entstandenen Schuld durch Güterweitergabe zu tilgen.

§13.2 Der Verbrecher kann zu frondiensten, am Opfer oder dem Kaiserreich, verurteilt werden. 13.3 Über dem Verurteilten kann ein Berufsverbot verhängt werden. Das Berufsverbot kann zeitlich begrenzt, auf Lebenszeit oder sippenübergreifend
ausgesprochen werden

§14 – Verrat

§14.1 Verrat am Kaiserreich, gleich welcher Form, ist immer mit dem Tode zu bestrafen. Das Urteil kann sippenübergreifend ausgesprochen werden.

§14.2 Verrat und Gefährdung von weldanischen Verbündeten ist ebenfalls als Verrat anzusehen.

§15 – Beamtenrecht

§15.1 Die Beamten sind das ausführende Organ desKaisers und als solche ebenfalls unter seinem Schutz.Verbrechen gegen einen Beamten sind so zu ahnden,
wie der Angriff auf ein Mitglied der kaiserlichen Familie.

§15.2 Jeder weldanische Bürger ist dazu angehalten, die Beamten bei ihrer Arbeit zu unterstützen und sind ihnen auskunftspflichtig.

§15.3 Jeder Beamte hat während der Ausübung seiner Pflichten ein Dokument bei sich zu führen, das ihn als Beamten in seinem jeweiligen Stand und in seiner
Funktion ausweist.

§15.4 Ein Beamter, der im Rahmen der Ausübung seiner Pflichten Bestechungen annimmt, handelt strafbar.

§15.5 Ein Beamter, der rechtskräftig verurteilt wurde, verliert seinen Beamtenstatus, so nicht anders vom Richter bestimmt.

§15.6 Wer vorbestraft ist, kann kein Beamter werden.

§15.7 Sollte kein Mitglied der Judikative greifbar sein, sind Mitglieder der Administrative (Beamte) berechtigt, Recht
zu sprechen.

§16 – Ausweisrecht

§16.1 Jeder, der sich im Kaiserreich Welder aufhält, hat ein Ausweispapier mit sich zu führen.

§16.1.1. Für weldanische Bürger ist dies dieBürgerurkunde und das Steuerpapier.

§16.1.2. Für weldanische Einwohner, die nicht weldanische Bürger sind, ist dies die Einwohnerurkunde und das Steuerpapier.

§16.1.3. Für Fremdländer ist dies ein entsprechender Pass und ein Steuerpapier.

§16.1.4. Sollte das jeweilige Dokument nicht vorliegen, können bei allen zuständigen Beamten des
Verwaltungsbereichs Ersatzdokumente beantragt werden.
§16.2 Wer sich nachweislich länger als 1 Tag in Welder aufhält ohne das für ihn nach §16.1 erforderliche Ausweispapier mitzuführen, macht sich strafbar.

§16.3 Das gemäß §16.1.4 ausgestellte vorläufige Ersatzdokument ist so bald wie möglich in ein endgültiges Originaldokument umzutauschen.

§17 – Steuern, Abgaben und Zölle

§17.1 Kopfsteuerpflichtig ist ein jede Seele, die sich dauerhaft im Kaiserreich aufhält.

§17.1.1. Jeder weldanischer Bürger zahlt 3 Silber pro Teilzyklus

§17.1.2. Jeder volljährige weldanischer Einwohner zahlt 2 Silber pro Teilzyklus

§17.1.3. Jeder volljährige Fremdländer zahlt 1 Silber pro
Teilzyklus, vorausgesetzt, er hält sich mindestens 1 Tag in Welder auf.

§17.1.4. Statt mit Silber kann auch jederzeit mit Waren im vergleichbaren Wert gezahlt werden.

§17.1.5. Steuern können auch im Voraus bezahlt werden.

§7.1.6. Können die Steuern nicht bezahlt werden, kann dies durch Zwangsdienst in der Fremdenlegion
ausgeglichen werden.

§17.2 Mitglieder der Exekutive, Judikative, Legislative, Administrative und des Kleruses sind von der Ableistung
der Kopfsteuer befreit.

§17.3 Jede volljährige Seele im Kaiserreich ist verpflichtet den Nachweis über erbrachte Steuerlasten bei sich zu führen. Bei Missverständnissen und fehlenden Ausweispapieren wird die Sachlage, wenn es keine anderen Nachweise gibt, grundsätzlich zu Lasten des Steuerpflichtigen entschieden.

§17.4 Alle Handel in Welder sind abgabensteuerpflichtig. Die Abgabenlast beträgt 3 von 10 Teilen. Die Abgaben sind an die Reichskasse zu leisten, vertreten durch die zuständigen Steuerbeamten des jeweiligen Verwaltungsbereichs.

§17.5 Zölle werden auf von außerhalb in das Kaiserreich eingeführten Waren erhoben.